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Stress in den Griff bekommen: eine ayurvedische Sichtweise

Stress ist heute weithin als direkte Ursache vieler Krankheiten anerkannt. Dazu gehören Bluthochdruck, Asthma, Angst und innere Unruhe sowie das Reizdarmsyndrom (RDS).

Die Intensität der Verbindung zwischen Geist und Körper erforscht auch das neue Gebiet der Psychoneuroimmunologie. Wissenschaftler untersuchen hier, wie unser Nervensystem und unsere Immunabwehr zusammenhängen.

Studien zeigen, dass wir bei einem Stressanstieg Hormone freisetzen, die wiederum unser Immunabwehr schwächen. Dies hilft zu erklären, warum Menschen, die unter chronischer Angst und innerer Unruhe, Depressionen und Verspannungen leiden, das doppelte Risiko für bestimmte Leiden, wie Arthritis, starke Kopfschmerzen und Herzerkrankungen haben. Es hat sich auch gezeigt, dass Stress die Immunfunktion so stark beeinträchtigen kann, dass er Krebs sowohl verursachen wie auch sein Wachstum beschleunigen kann.

Welche Faktoren eine Stressreaktion bei jedem Einzelnen auslösen, ist sehr unterschiedlich. Fest steht, dass der heutige betriebsame Alltag dem Stress nur allzu förderlich ist.

Die Überlastung unserer Sinne ist ebenfalls ein wachsendes Problem und eine häufige Ursache für Stress, ausgelöst durch die andauernde Flut an E-Mails, die Nutzung von Smartphones, das Fernsehen, Lärm und Luftverschmutzung. Es ist auch klar, dass einige Menschen empfindlicher sind als andere.

So geht Ayurveda mit dem Thema „Stress“ um

Ayurveda (die alte indische Lebensweise) bietet tiefe Einblicke dahingehend, was Stress ist, wie er sich äußert und was wir dagegen tun können. Vata, Pitta und Kapha sind die Geist-Körper-Typen, die uns helfen zu verstehen, warum unser Körper auf bestimmte Weise funktioniert, aber auch, wie wir uns am besten selbst helfen können.

Ayurveda betrachtet Stress als eine Störung des Nervensystems, das hauptsächlich durch das Vata-Dosha reguliert wird. Dieses Dosha hat natürliche Eigenschaften, wie kalt, leicht, subtil und unregelmäßig. Durch zu viel Sinnesreize, zu viel Nahrung, zu viel Zeitdruck und zu viel zu tun wird es leicht aus dem Gleichgewicht gebracht.

Wenn du dein eigenes Dosha, deinen individuellen Geist-Körper-Typ verstehst, kann dir das aufzeigen, was deine Stress-Auslöser sind und wie du dich durch mögliche Anpassungen in Ernährung und Lebensweise wieder in einen ausgeglicheneren Zustand bringen kannst.

Wenn du hier weiterliest, wirst du deinen Geist-Körper-Typ wahrscheinlich erkennen können. Alternativ kannst Du aber auch an unserem Dosha-Quiz teilnehmen, um dir darüber noch mehr Klarheit zu verschaffen.

So reagieren Vata-Typen auf Stress

Vata-Typen sind schnell denkend, enthusiastisch, kreativ und stecken voller Ideen. Sie sind natürlicherweise anfälliger für Stress, wenn ihr Dosha sich erhöht. Dies äußerst sich oft in Angst und Unruhe, Besorgtheit, Panik, Schlaflosigkeit, Isolation und Appetitlosigkeit.

Wenn dies dein dominantes Dosha ist, bist du wahrscheinlich anfällig und reagierst empfindlich auf Veränderungen im Leben. Sie können dich beunruhigen oder in Panik versetzen. Andere Vata-Reaktionen auf Stress können sein, dass du leicht erschrickst, z.B. durch ein lautes Geräusch. Aber auch, dass du nicht entspannen kannst und dass du leicht Herzklopfen bekommst.

Wie bringst du Vata ins Gleichgewicht?

Du kannst das kalte, luftige, subtile und sprunghafte Wesen von Vata ausgleichen, indem du die gegenteiligen Qualitäten erhöhst – also mit mehr Wärme, Ruhe und Erdung.

Eine gute tägliche Routine, d. h., ein regelmäßiger Alltag, ist der Schlüssel zum Ausgleich des Vata-Dosha und hilft, zu viel Stress zu vermeiden. Versuche deinen Tagesablauf so zu planen, dass du täglich Zeit für Achtsamkeit oder Meditation hast. Still dazusitzen und tief zu atmen ist ideal. Das muss nicht eine halbe Stunde dauern, schon eine Minute kann wirkungsvoll sein.

Auch regelmäßige Essenszeiten helfen Vata, zur Ruhe zu kommen und sich geerdet zu fühlen. Eine beruhigende Massage mit warmen Ölen ist für Vata-Typen ein wichtiges Anti-Stress-Mittel. Schließlich kann auch regelmäßiges Schlafengehen, vorzugsweise gegen 22 Uhr, helfen, dir Ausgeglichenheit und Ruhe zu verschaffen.

Diese Pukka Tees und Nahrungsergänzungsmittel kannst du ausprobieren:

  • Ashwagandha Wholistic™: Als Adaptogen kann Ashwagandha ausgleichend auf Körper und Geist wirken, im Sinne einer ganzheitlichen Stärkung. Pukka Ashwagandha Wholistic™ ist eine natürliche Jodquelle. Jod trägt zu einem gesunden Nervensystem, zu einem energiebringenden Stoffwechsel, zur Schilddrüsenhormonproduktion und zu normalen kognitiven Funktionen bei. Es ist für alle drei Doshas wohltuend, besonders aber für Vata.
  • Wenn deine Verdauung auf Stress reagiert, kannst du unser Triphala Plus ausprobieren.
  • Ergänze diese Nahrungsergänzungsmittel mit milden, sanften Pukka Bio-Kräutertees, die auf das Vata-Dosha abgestimmt sind, wie Frauenglück, Drei Süßholz, Drei Kamille, Love, Relax, Night Time und Drei Tulsi.

So reagieren Pitta-Typen auf Stress

Pitta-Typen sind entschlossen, scharfsinnig und lieben den Wettbewerb. Ihre Sprache ist klar und selbstbewusst. Sie haben oft starke Meinungen und sind gute Entscheider.

Dieser Dosha-Typ wird vom Feuerelement dominiert – bei unerwartetem Druck platzt ihm schon gerne einmal „der Kragen“. Dies kann sich durch erhöhte Reizbarkeit, Frustration und Wut äußern. Pitta-Typen können Herausforderungen aber auch genießen und auskosten, obwohl es sie erschöpfen kann, was zu einem "Burnout" führt.

Körperliche Symptome als Reaktion auf Stressauslöser sind bei Pitta übermäßiges Schwitzen, Sodbrennen, Magenverstimmungen, Diarrhö und Bluthochdruck.

Wie bringst du Pitta ins Gleichgewicht?

Du kannst das heiße, intensive Wesen von Pitta durch eine bewusste Betonung der gegenteiligen Eigenschaften Ruhe, Kühle und Mäßigung ausbalancieren. Versuche, wenn du wütend bist, an eine friedliche Szene oder Situation zu denken.

Regelmäßige Spaziergänge in der Natur helfen auch, die Dinge in die richtige Perspektive zu rücken, besonders wenn du über einen Horizont blicken kannst. In stressigen Zeiten ist es am besten, nicht zu würzigen, salzigen und sauren Lebensmitteln zu greifen (wie Chili, Chips und Alkohol), die alle das Pitta im Verdauungssystem erhöhen. Auch der Verzicht auf Stimulanzien wie Alkohol und Koffein hilft dir, entspannt und ruhig zu bleiben.

Diese Pukka Tees und Nahrungsergänzungsmittel kannst du ausprobieren:

So reagieren Kapha-Typen auf Stress

Kapha-Typen sind die steten, starken und geerdeten Menschen, die oft alles zusammenhalten. Sie sind zuverlässig, voller Liebe und Mitgefühl, mit einem ruhigen und beständigen Wesen.

Dieses Dosha wird vom Erdelement mit seinen stabilen und geerdeten Eigenschaften dominiert. Kapha-Typen sind am widerstandsfähigsten dagegen, sich von den vielen Auslösern im Modernen stressen zu lassen. Angesichts von Stresssituationen können sie jedoch sehr widerspenstig gegenüber Veränderungen werden. Sie zeigen sich hartnäckig oder ziehen sich zurück, wenn man sie herausfordert.

Wenn sich Kapha mit Stress konfrontiert sieht, beruhigt sich dieser Körper-Geist oft durch Trost- oder Frustessen, vor allem mit Süßen. Danach fühlt er sich oft schwer und unmotiviert. Auf der emotionalen Ebene neigt Kapha auch dazu, mental besitzergreifend zu werden. Das kann dazu führen, dass er an Gefühlen festhält, die nicht hilfreich sind.

Wie bringst du Kapha ins Gleichgewicht?

Du kannst Kaphas kaltes, feuchtes und schweres Wesen ausgleichen, indem du in Zeiten von Stress nicht zu kalten, schweren „Trostessen“ wie Käse, Weizenprodukten und Süßigkeiten greifst. Versuche, angesichts einer stressigen Situation nicht in den Ruhemodus oder „Winterschlaf“ zu fallen oder deine Gefühle zu unterdrücken. Halte dich stattdessen energievoll und warm, indem du rausgehst und dich in der Natur aufhältst.

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Es gibt viele Möglichkeiten, den Körper in diesen Zeiten der Veränderung zu unterstützen - durch Ernährung, Lebensweise und den Einsatz von wohltuenden, adaptogenen Kräutern. Der Schlüssel zum Umgang mit Stress ist Selbsterkenntnis und Achtsamkeit. Wir sind vielleicht nicht in der Lage, den Druck, dem wir ausgesetzt sind, zu ändern. Doch wenn wir unser Dosha oder unseren Geist-Körper-Typ kennen, können wir das nutzen, um Schwachstellen zu identifizieren:

  • Vata-Typen müssen geerdet bleiben und sich Zeit für die Selbstfürsorge nehmen.
  • Pitta-Typen sollten sich um Mäßigung bemühen und versuchen, mehr Verständnis für andere zu entwickeln.
  • Kapha-Typen tun gut daran, aktiv zu bleiben und die Kunst des Loslassens zu üben.

Egal, welcher Dosha-Typ du bist: Jeder von uns muss sich die Zeit dafür nehmen, bewusst zu entspannen. Wir können diese Zeit nutzen, um unsere Gefühle in Stille zu beobachten und ein tieferes Bewusstsein für die Ursache von Stress zu entwickeln. Aus dieser Position heraus können wir dann wählen, ob wir auf einen Stressauslöser reagieren oder mit ihm umgehen, wie es uns der Ayurveda empfiehlt.

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