Fair gehandelte Kurkuma

Wenn du Pukka Fan bist, hast du bestimmt schon gemerkt, dass wir Kurkuma lieben. Wir verwenden die Wurzel in vielen unserer Tees und Nahrungsergänzungsmitteln, vor allem in unserer Kurkuma-Wohlfühlfamilie. Sie umfasst unsere verschiedenen Kurkuma-Kapseln genauso wie unseren mehrfach prämierter Bio-Kräutertee Goldene Kurkuma, und in Kürze auch unsere brandneue Mischung Kurkuma Aktiv. Über die Vorteile dieses erstaunlichen, leuchtend gelben Rhizoms wurde schon viel geschrieben. Aber welche Geschichte steckt dahinter und woher kommt die Kurkuma-Wurzel ursprünglich?

Ich arbeite im Kräuterbeschaffungsteam von Pukka und habe daher das Glück, viele der Menschen regelmäßig besuchen zu dürfen, die für uns Kräuter anbauen. Dazu gehören auch unsere Bio-Kurkuma-Farmer in Kerala und Karnataka an der Südwestküste Indiens.

Als Heimat von mehr als einer Milliarde Curry-essender Menschen, ist Indien ein Land, in dem die Kurkuma schon sehr lange kultiviert wird. Daher gibt es hier sehr viele Kurkuma-Arten, die an die örtlichen Gegebenheiten sehr gut angepasst und – anders als viele andere Feldfrüchte – relativ wenig anfällig für Ungeziefer und Krankheiten sind. Falls es bei unseren Anbauprojekten derartige Probleme gibt, können wir sie leicht mit ökologischen Methoden lösen, die seit Jahrtausenden erprobt und bewährt sind, wie z. B. mit natürlichem Insektizidspray aus Neem-Blättern.

Die Kurkuma-Farmer in Kerala sind Teil eines zertifizierten Fairhandelsprojekts. Sie erhalten einen garantierten Abnahmepreis und wir spenden eine zusätzliche Summe in einen Gemeinschaftsfond, die Fairhandelskasse, der speziell für die soziale Entwicklung verwendet wird.


Herr Jayen bei der Kurkuma-Ernte in Kerala.

Jeder Farmer kann darüber mitabstimmen, wie die Fairhandelskasse eingesetzt wird. Wie das in den einzelnen Dorfgemeinschaften gehandhabt wird, ist für uns immer wieder faszinierend. Die Verwendung variiert stark von Region zu Region und kann einen wertvollen Einblick dahingehend geben, was die Dorfgemeinschaft braucht und welche Mentalität ihre Mitglieder haben.

Für die Kurkumafarmer in Kerala war es am wichtigsten, die ökologischen Anbaumethoden zu verbessern. Sie investierten beispielsweise in Pflanzschulen, damit jeder Farmer kostenfreie Jungpflanzen bekommen kann. Dazu lieferten sie finanzielle und technische Unterstützung für Kompostieranlagen und gründeten eine eigene Radiostation mit Programmen zu ökologischem Landbau, Gesundheitserziehung und anderen Aktivitäten der Dorfgemeinschaft. Diese Unterstützung verbessert die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort, was ihnen wiederum in vielen anderen Lebensbereichen hilft.

Nördlich von Kerala, im indischen Staat Karnataka, kaufen wir Kurkuma von einer Gemeinschaft ökologischer Farmer nahe Sagar in den Westghats. Sie sind noch nicht nach einem bestimmten Fairhandelsprogramm zertifiziert, was aber nicht heißt, dass ihre Kurkuma nicht fair gehandelt ist. Tatsächlich ist es so, dass dieses Projekt in vielerlei Hinsicht genauso viele, wenn nicht sogar noch mehr Vorteile für die Bevölkerung bringt, wie ein reguläres Fairhandelsprojekt.

Der Farmer Gannapati beispielsweise baut für uns bereits seit vielen Jahren Kurkuma und andere Biokräuter an. Er lebt neben der Hosugunda-Farm und ist ein gutes Beispiel dafür, welche Auswirkungen eine inspirierende ökologische Farm auf die dort lebende Gemeinschaft haben kann. Unser Partner vor Ort, der außergewöhnliche Herr Shastry, half ihm, einen Brunnen zur Bewässerung seiner Felder zu bauen. Er nahm ihn auch in das Gruppenbiozertifizierungsprogramm auf und bietet ihm einen garantierten Absatzmarkt für seine Bio-Kurkuma.


Gannapati mit frisch geernteter Kurkumawurzel auf der Hosagunda-Farm.

Solche Dinge bleiben in einer kleinen Dorfgemeinschaft nicht unbemerkt, und je mehr Farmer sich dem Bio-Programm anschließen, desto größere Wellen schlägt die Initiative. Mit Herr Shastrys Hilfe hat es die Gruppe von Farmern nun geschafft, sich für die Fair-for-Life-Zertifizierung zu qualifizieren und wird demnächst in dieses Programm aufgenommen. Dies wird sicherstellen, dass die Erträge zukünftig gleichmäßig verteilt werden und die Produktion genau überwacht wird, je größer das Projekt wird.

Etwa einen Monat vor der Ernte hören die Farmer mit der Bewässerung auf. Die Blätter trocknen dadurch aus und die ganze Energie der Pflanze zieht in die Rhizome, die Kurkumawurzel.

Neben dem fairen Handel gibt es weitere Schwerpunkte. Genauso wichtig ist es für uns, mit den Partnern vor Ort zusammenzuarbeiten, die Experten im ökologischen Landbau sind. Ein Netzwerk aus ausgebildeten Agrarexperten auf den Feldern liefert ihnen kontinuierliche Unterstützung und Anleitung, um Erträge und Qualität der Feldfrüchte zu maximieren. Gleichzeitig wird dadurch sichergestellt, dass sie durch nachhaltige Anbaumethoden verantwortlich mit Boden und Umwelt umgehen.

In England testet Pukkas Qualitätsteam jede Kurkumalieferung auf ihren Gehalt an Curcuminoiden und anderen ätherischen Ölen wie Turmeron (diese zwei Substanzen sind hauptverantwortlich für den therapeutischen Effekt der Wurzel). Durch den engen Kontakt zu unseren Lieferanten können wir diese Daten genau mit den Aufzeichnungen jeder Farm abgleichen. Dies ermöglicht es uns, Trends festzustellen – mit der Zeit verstehen wir immer besser, wie die Qualität unserer Kurkuma von den unterschiedlichen Anbaugebieten, Pflanzenarten und Kultivierungsmethoden beeinflusst wird. Kurz gesagt führt die enge Beziehung zu den Anbaupartnern zu einer besseren Kräuterqualität.

Für unsere Kurkumakapseln verwenden wir einen hochkonzentrierten Kurkumaextrakt, den wir WholisticTM-Extrakt nennen. Er entsteht aus einer Kombination aus hydroethanolischer Extraktion, Hochdruckextraktion mit superkritischem CO2 und dem reinen Pflanzenpulver aus der ganzen Pflanze. Da wir diesen Prozess mit Rohmaterial der besten Qualität ansetzen, enthält das fertige Projekt garantiert die Substanzen der wirkstärksten Kurkuma, die es heute gibt.

Und das ist erst der Anfang der Geschichte. Jetzt weißt du, warum wir bei Pukka Kurkuma so lieben!

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