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Die Mission geht weiter

18th September 2017

In den vergangenen Tagen gab es einige Fragen zu unserer Verbindung mit Unilever. Dieser Artikel soll einige davon beantworten.

Was passiert mit Pukka, jetzt, da ihr Unilever gehört?

Pukka wird auch weiterhin das tun, das wir am besten können: den positiven Wandel durch die Kraft der Kräuter voranzutreiben. Wir werden immer noch das gleiche unglaubliche Team haben und auch weiterhin in Bristol zuhause sein. Tatsächlich haben wir gerade einen 10-Jahres-Mietvertrag für neue Bürogebäude unterschrieben. Tim und Sebastian werden auch weiter ein Teil von Pukka sein. Wir werden immer 100 Prozent bio bleiben, nach wie vor 1% unseres Jahresumsatzes (richtig gelesen: unseres Jahresumsatzes, nicht unseres Jahresgewinns) an gemeinnützige Umweltprojekte spenden, uns mit FairWild weiter der nachhaltigen Wildsammlung verpflichten und uns mit großem Engagement für Fair for Life und damit für den fairen Handel  einsetzen. Und natürlich bleiben wir Teil der B Company-Bewegung, was unser Commitment, der Gesellschaft und der Umwelt zu dienen, feuerfest macht.

Warum braucht ihr Kapital von außen?

Ihr stellt euch Pukka vielleicht als kleines englisches Unternehmen vor. Das sind wir nicht mehr. Wir haben 120 Angestellte, verkaufen in über 40 Länder und beschäftigen indirekt Tausende weitere Menschen auf der Welt, durch unsere Kooperationen mit Farmern, Wildsammlern, Teemischern und vielen anderen Partnern in unserer ökologischen Wertschöpfungskette. Wir brauchen Kapital von außen, damit wir auf unserer Mission weiterkommen. Investment, das uns nicht nur erhält, sondern es uns ermöglicht, langfristig zu denken. Das uns dabei unterstützt, unsere Ambitionen hinsichtlich unseres globalen Wachstums voranzutreiben, durch welches wir Biokräuter zu so vielen Menschen wie möglich bringen wollen, unter Beibehaltung unserer hohen Standards.

Warum hat Pukka nicht Anleger gesucht, anstatt das Unternehmen zu verkaufen?

Unilever gibt uns die langfristige Reichweite, die wir brauchen, um die Kraft der Pflanzen wirklich global zu verankern. Mit Unilever können wir unsere Philosophie und unseren Ansatz erhalten. Es wäre weitaus schwieriger gewesen, das auf dem Weg privater Beteiligungen, Private Equity Fonds, zu erreichen. Wir haben auch die Möglichkeit der Arbeitnehmerbeteiligung untersucht, hatten aber das Gefühl, dass es nicht fair gewesen wäre, jedermann mit Schulden zu belasten. Wir hätten damit auch nicht die Möglichkeit einer derart großen, nachhaltigen Reichweite gehabt. Und nicht zuletzt behalten Tim und Sebastian auf diese Weise das Ruder in der Hand.

Verlassen die Pukka Gründer Tim und Sebastian Pukka?

Nein. Tim und Sebastian stehen weiter an vorderster Front bei Pukka, im Pukka Vorstand. Sie werden die Organisation voranbringen und formen, um die gleiche Mission zu erzielen, mit der sie vor 15 Jahren Pukka auf den Weg brachten. Sebastian wird als unser Chef-Tee-Entwickler weiterhin unsere Bio-Kräutertees und Bio- Nahrungsergänzungsmittel (NEM) für das Wohlbefinden entwickeln. Tim wird weiter als unser Hauptgeschäftsführer unsere Vision auf der ganzen Welt voranbringen.

Gefährdet die Übernahme durch Unilever nicht Pukkas Werte?

Nein. Pukkas Werte werden auf keinerlei Weise gefährdet. Pukka ist eine tiefwurzelnde Idee für gesellschaftlichen und weltweiten Wandel durch die Kraft der Pflanzen. Gleichzeitig führen die Menschen, die hier arbeiten, das Unternehmen Pukka. Wir sind über 100 – eine starke Gruppe engagierter Umweltschützer. Wir haben auch ein unumstößliches Commitment dafür, immer bio zu sein und uns immer für ethische und nachhaltige Geschäftspraktiken einzusetzen. Das bedeutet also, dass zukünftig mehr – viel mehr – ökologischer Boden zertifiziert und viel mehr Kräuter nach FairWild-Standard gesammelt werden. Es wird durch unser Engagement bei 1% for the Planet noch viel mehr Geld in gemeinnützige Umweltprojekte fließen, und die Unterstützung für Bevölkerungsrandgruppen wird durch unsere wegweisende Kooperation mit Fair for Life noch intensiver werden. Und natürlich wird dieses Engagement mit unserer aktiven Teilnahme an B Company feuerfest gemacht.

Wie sorgfältig habt ihr die Dinge überprüft, bevor ihr euch entschlossen habt, Partner von Unilever zu werden?

Offensichtlich ist dies keine Entscheidung, die wir leichtherzig getroffen haben. Wir haben es – zusammen mit einem ganzen Team aus Experten, zu dem unter anderem führende Umweltschützer gehören –, zu unserer Aufgabe gemacht, unter das Dach von Unilever zu kommen. Denn tatsächlich verfolgt Unilever die ehrgeizigsten Nachhaltigkeitspläne aller großen Unternehmen weltweit: Unilever hat sich zum Ziel gesetzt, seinen ökologischen Fußabdruck bis 2030 zu halbieren und dazu das Auskommen von Millionen Menschen zu verbessern, die materiell nicht so gut dastehen wie wir.

Viele Personen und Unternehmen haben uns angesprochen – wirklich sehr viele. Unilever war mit Abstand unsere erste Wahl als Partner, aufgrund seiner Zielsetzungen.

Natürlich, Unilever ist nicht perfekt. Und das ist ein weiterer Grund, warum dieses Unternehmen Pukka kaufen will. Als Signalgeber ethischer und nachhaltiger Unternehmensführung werden wir an einem Tisch mit Unilever sitzen, um dem Unternehmen in seinen Bemühungen zu helfen, noch mehr Gutes zu tun. Unsere Gründer Tim und Sebastian werden Unilever bei ihrer Global Tea Group unterstützen und von innen heraus Einfluss nehmen.

Ist groß nicht schlecht?

Nun, das hängt davon ab, was man damit macht. Um bedeutende Auswirkungen zu erzielen, muss man eine bedeutende Dimension haben – wenn das, was du tust, positiv ist, dann werden auch die Auswirkungen davon positiv sein. Das ist unser modus operandi und unsere Vision für die Zukunft. Unternehmen – kleine und mittelständische und auch die größten der Welt – haben erkannt, dass Regierungen, die von Natur aus befristet agieren, nicht genug gegen den Klimawandel tun. Daher übernimmt Unilever  auf Makroebene die Verantwortung für nachhaltige Unternehmensmethoden. Unilevers Engagement dafür kommt aus der höchsten Führungsebene, von seinem Vorstandsvorsitzenden Paul Polman, der es zu seiner Mission gemacht hat, dass Unilever ein verantwortungsvolles Unternehmen ist.

Unilever vereint ein wachsendes Portfolio an Marken unter seinem Dach, die bio-zertifiziert sind und/oder zur B Corp wurden – Pukka wird die Ehre zu teil, Teil dieser wachsenden Gruppe von Treibern für den Wandel zu sein.

Welche Zusicherungen gab Unilever dafür, dass es Pukka nicht verändern wird?

Wir gehen die Verbindung mit offenen Augen, offenen Armen und mit verbindlichen Zusagen ein, um unser Commitment für Bio, Fair for Life, FairWild, 1% for the Planet und B Company zu schützen. Gleichzeitig installieren wir eine Mission Group – angeführt von Jonathon Porritt  (ehemaliger Geschäftsführer von Friends of The Earth, Aktivist der britischen Green Party und Mitgründer des Forum For The Future) um die Wissensvermittlung und den Austausch zu erleichtern und die Umweltaktivitäten und gesellschaftlichen Aktionen beider Unternehmen zu vertiefen.

Werdet ihr auch weiterhin Nahrungsergänzungsmittel herstellen?

Ja. Unsere Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind uns sehr wichtig, die Juwelen in der Krone, sozusagen, da sie die Kraft der Kräuter in konzentrierter Form zeigen. Wir sind eines der wenigen Unternehmen, dessen NEM für das Wohlbefinden 100 Prozent bio-zertifiziert sind und nur aus den qualitativ besten Kräutern bestehen.

Werden eure Produkte nicht verwässert?

Überhaupt nicht. Unsere gesamte Warenbeschaffung, die Qualitätskontrolle und das Abmischen der Kräuter werden wir hier bei Pukka abwickeln. Unsere Tees und Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sind weltweit führend, was die hohe Qualität ihrer Kräuter angeht. Und wir sind einer der weltweit ethischsten Tee- und NEM-Fabrikanten. Unilever weiß und erkennt es an, dass dies bis heute ein Teil unseres Erfolgsrezepts ist. Wir werden diese Erfolgsrezeptur, die schon so langer unser guter Freund ist, keinesfalls verändern.

Wie kann Pukka Unilever beeinflussen?

Durch unsere Kräuterexpertise, unsere Passion für nachhaltiges, regeneratives Wirtschaften, unser Herangehen an Forschung & Entwicklung. Dadurch, wie wir unsere Philosophie umsetzen und durch unseren philanthropischen Ansatz. Dazu kommt unsere herausfordernde Haltung, mit der wir den Status Quo umstürzen, um in einer weitaus größeren Dimension Bio-Kräuter liefern zu können, wie man es je zuvor gesehen hat. Unilever ist seit 150 Jahren am Markt; Das Unternehmen überlebte und wuchs, weil es nie still stand. Es hat mit den Besten gearbeitet und lernt von den Besten. Es begrüßt „umkrempelnde” Einflüsse, und wir werden zur Stelle stehen, um ihm unseren Enthusiasmus und unseren Einfluss anzubieten.

Gehört Unilever Monsanto?

Nein. Im Gegensatz zu dem, was manche in den sozialen Medien behaupteten, besitzt Monsanto Unilever nicht, noch ist Unilever Teil von Monsanto.

Wie sieht es mit Tierversuchen aus?

Wir sind auch weiterhin zu 100 Prozent gegen Tierversuche und das wird sich auch nicht ändern. Unilevers Haltung zu diesem Thema wird hier beschrieben.

Verwendet Unilever Palmöl?

Ja. Unilever hat sich jedoch dafür verpflichtet, bis 2019 zu 100 Prozent zertifiziertes, nachhaltiges Palmöl zu beziehen, und ist der führende Motor für den Wandel in dieser Industrie.

Pukka wird niemals Palmöl verwenden (es schmeckt im Tee nicht gut).

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